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«Keine 10-Millionen-Schweiz!»-Initiative einfach erklärt

  • 3. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Juni

Du hast keine Ahnung, worum es bei den Abstimmungsvorlagen geht? Keine Sorge, wir erklären dir ganz einfach, worum es geht.

Bild: pixabay.com
Bild: pixabay.com

Heute leben in der Schweiz rund 9 Millionen Menschen. In den letzten Jahren ist die Bevölkerung stark gewachsen, unter anderem durch die Zuwanderung.

Dabei handelt es sich um Menschen, die beispielsweise vor Krieg flüchten oder aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen in die Schweiz ziehen.


Die Nachhaltigkeitsinitiative der SVP möchte dieses rasche Bevölkerungswachstum stoppen. Sie fordert, dass in der Schweiz nicht mehr als 10 Millionen Menschen leben. Falls die Bevölkerung zu stark wächst, müsste die Politik Massnahmen ergreifen, um die Zuwanderung zu begrenzen.

Dies könnte Folgen für die Beziehungen zur Europäischen Union (EU) haben. So könnte beispielsweise das Abkommen über die Personenfreizügigkeit aufgehoben werden.


Was ist die Personenfreizügigkeit? Die Personenfreizügigkeit ist ein Vertrag zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Er ermöglicht Menschen aus den EU-Staaten, frei zu entscheiden, in welchem EU-Land oder in der Schweiz sie leben und arbeiten möchten.


Das spricht dafür

Die Zuwanderung ist heute zu hoch. Sie führt zu Problemen wie Wohnungsnot, hohen Mieten, mehr Staus und überfüllten Zügen. Auch die Landschaft leidet unter dem Bevölkerungswachstum, und das Gesundheits- sowie das Bildungssystem geraten zunehmend unter Druck. Mit der Initiative würde die Zuwanderung auf ein vernünftiges Mass begrenzt.


Das spricht dagegen

Diese Erklärung greift zu kurz! Die Wohnungsnot und die hohen Mieten hängen auch mit einem zu geringen Wohnungsbau und langwierigen Bewilligungsverfahren zusammen, nicht nur mit der Zuwanderung. Auch im Verkehr und im Gesundheitswesen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, beispielsweise die Infrastrukturplanung oder die Organisation der jeweiligen Systeme.


Die Zuwanderung allein ist nicht die Hauptursache dieser Probleme.

Zudem ist die Schweiz auf Zuwanderung angewiesen. Viele Unternehmen, Spitäler und Pflegeheime benötigen Fachkräfte aus dem Ausland. Wird die Zuwanderung stark eingeschränkt, könnte dies die Wirtschaft schwächen und den bereits bestehenden Fachkräftemangel weiter verschärfen.


Lesefaul? Auf unserem Instagram-Account (@jugendrat_frauenfeld) erklären wir dir diese Abstimmungsvorlage ganz einfach im Video.


Text: Marlene Götsch

Bild: pixabay.com

Quelle: VoteInfo, Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)»

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