19,5 Millionen Franken für die Sanierung des Casinos
- 3. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Du hast keine Ahnung, worum es bei den Abstimmungsvorlagen geht? Keine Sorge, wir erklären dir ganz einfach, worum es geht.

2023 haben wir über den Verkauf des Casinos Frauenfeld abgestimmt. Dieser wurde deutlich abgelehnt. Deshalb stimmen wir nun über den Gesamtkredit für die Sanierung des Casinos ab.
Das Casino Frauenfeld gegenüber dem Bahnhof ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Ort für Kultur und Veranstaltungen. Jedes Jahr finden dort rund 100 Anlässe mit etwa 24'000 Besucherinnen und Besuchern statt. Doch das Gebäude ist alt geworden und entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften. Vor allem beim Brandschutz, bei der Technik und bei der Sicherheit besteht Handlungsbedarf. Darum ist der Betrieb seit 2026 stark eingeschränkt. Statt wie früher bis zu 650 Personen dürfen nur noch rund 350 Personen ins Gebäude. Ohne eine Sanierung müssten in Zukunft immer wieder Teile des Casinos geschlossen werden.
Stadt- und Gemeinderat wollen das Casino deshalb umfassend sanieren. Dafür braucht es einen Gesamtkredit von 19,5 Millionen Franken. Darüber stimmen wir jetzt ab.
Mit dem Geld werden die Technik, die Sicherheit, die Bühne und die Infrastruktur erneuert. Auch die Sanitäranlagen sowie die Räume für Veranstaltungen sollen modernisiert werden. Ziel ist es, dass das Casino ab 2031 wieder vollständig genutzt werden kann.
Das spricht dafür
Das Casino ist ein wichtiger Teil von Frauenfeld und gehört zur Identität der Stadt. Es ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Ort für Begegnungen, Kultur und Erinnerungen. Die Sanierung sichert langfristig einen modernen Veranstaltungsort für die Region. Ein solcher Saal ist für Frauenfeld wichtig und wird auch in Zukunft gebraucht. Mit der Modernisierung können zudem neue Veranstaltungen stattfinden, etwa grössere Events oder digitale Formate. Langfristig stärkt dies die Attraktivität der Stadt für Vereine, Firmen und Besucher.
Das spricht dagegen
19,5 Millionen Franken sind sehr viel Geld für die Stadt. Vor allem, weil die Finanzen bereits unter Druck stehen und sich die Stadt teilweise verschuldet. Auch die jährlichen Kosten für Betrieb und Unterhalt würden nach der Sanierung steigen. Das könnte langfristig sogar zu höheren Steuern führen. Zudem stellt sich die Frage, ob das Projekt tatsächlich so günstig bleibt oder am Ende deutlich teurer wird. Vielleicht wäre ein anderer Standort oder sogar ein neues Konzept sinnvoller.
Lesefaul? Auf unserem Instagram-Account (@jugendrat_frauenfeld) erklären wir dir diese Abstimmungsvorlage ganz einfach im Video.
Text: Marlene Götsch
Bild: Stadt Frauenfeld
Quelle: Abstimmungsbotschaft der Stadt Frauenfeld zum Gesamtkredit für die Sanierung der Liegenschaft Bahnhofplatz 76b / Kasernenplatz 4 (Casino Frauenfeld)




